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Pocket Planes – Outside the Box Review
In unserer Spezialrubrik „Outside the Box“ (über den Tellerrand) wollen wir euch immer Mal wieder ein paar Perlen der Videospielwelt vorstellen, die wir sonst nicht behandeln. Seien es große Xbox 360 Exclusives, PC-only-Titel oder gar ein paar Spiele für Zwischendurch auf Smartphones und Handhelds. In unserem aktuellen Outside The Box Special wagen wir uns ans iOS von Apples iPhone und zeigen euch ein kleines, niedliches Spiel, mit einer gehörigen Portion Suchtmacher: „Pocket Planes“.

Über den Wolken…

Pocekt_planes_screenshot_reviewDie amerikanische Firma NimbleBit ist für Smartphone- und Tablet-Device-Besitzer ein Garant für langanhaltenden Spielspaß. Der wohl bekannteste Titel bislang war Tiny Tower. Ganz im Stile einer waschechten Sim aus längst vergangenen Tagen, baut ihr euch ein kleines Imperium auf und versucht mit dem Geld, das euch zur Verfügung steht hauszuhalten. In Pocket Planes geht es auch in die Höhe, aber nicht Stahlbeton und Kränen, sondern mit Kerosin und kessen Crewmitgliedern. Nach einem kurzen Tutorial und der Festlegung  eures Heimatflughafen, geht es auch schon zum erstem Mal in die Lüfte. Ihr sollt anfangs noch ein paar wenige Flughäfen mit Frachtgut und Personen beliefern. Später könnt ihr euch gegen Bares neue Flughäfen freischalten lassen und somit immer weiter und immer öfter fliegen. Die zugrundeliegende Map ist natürlich die Weltkarte mit über 250 Städten auf ihr vertreten. Wer also, wie wir, Mitteleuropa wählt, steuert die Städte, Berlin, München, Brüssel, Amsterdam, Wien und Venedig an. Große Metropolen wie Paris, London und Rom kosten natürlich deutlich mehr. Das Geld verdient ihr, logischer Weise, durch eure erledigten Aufträge, doch Obacht: In Pocket Planes gibt es zwei Währungen. Zum einen wären da die “Coins”. Diese erhaltet ihr für die meisten Aufträge. Mit ihnen schaltet ihr auch die Flughäfen frei und neue Slots für eure Flugmaschinen. Mit den „Bux“, solltet ihr hingegen sehr viel sparsamer umgehen. Die grünen Lappen ermöglichen euch in neue Upgrades euer Flugzeuge und in ganz neue Modelle der Himmelsflieger zu investieren. Nur für besondere Aufträge erhaltet ihr “Bux” und auch nur sehr spartanisch. Wem das auf Dauer zu wenig ist, der kann gegen echtes Geld sein Bux-Konto etwas pimpen. Während unserer Testsession hielten wir das aber nicht für notwendig.

 

Denn ein wesentlicher Bestandsteil des Spiels ist Apples „iCloud“. Auch wenn ihr das Spiel beendet, läuft es weiter. Habt ihr also eure Flugzeuge auf die Reise quer über den Globus geschickt, fliegen die tollkühnen Piloten tatsächlich weiter. Man kann sich diese Art von Spiel wie ein „Tamagotchi“ aus früheren Zeiten vorstellen, deswegen auch der Name „Pocket Planes“. Die Simulation ist also nahezu endlos und soll euch immer mal wieder ein paar Sekunden am Tag beschäftigen. Dieses Prinzip funktioniert auf Anhieb. Ob ihr gerade in der überfüllten U-Bahn steht, in eurer Mittagspause sitzt, oder wann auch immer ihr euer iPhone/iPad heraus holt, überprüft ihr eure kleinen Pocket-Propeller. Wer das Spiel also geduldig und über einen längeren Zeitraum spielt, braucht keinen einzigen realen Cent zu investieren. Die App an sich ist nämlich kostenlos aus dem Store zum saugen parat. So kann sich nicht nur jeder einen Eindruck vom Spiel verschaffen, sondern es auch komplett kostenlos bis ans Ende der Welt spielen.

 

Pocket_Planes_screenshot_map_reviewWer aber dennoch die Einnahmen der wichtigen Bux erhöhen möchte, kann während eines Fluges den Piloten und seine Crew begleiten. “Coins” fliegen an eurem Flugzeug vorbei und mittels Fingerdruck sind sie auch sofort auf euer virtuelles Konto eingefangen worden. Große Münzen geben zehn “Coins”, kleine nur einen. Und siehe da, hin und wieder flattert auch ein grüner Schein an eurem Pixel-Cockpit vorbei.

Übrigens könnt ihr die hart verdienten Bux nicht nur in Upgrades für eure eigenen Flieger stecken, sondern auch euren Freunden verschenken.

 

Ziel in einer Wirtschaftssimulation ist natürlich die Expansion und das Wachstum eures Unternehmens. Ihr kauft immer neue Flughäfen, rüstet eure Fliegerstaffel auf und kauft neue Propellermaschinen. Ehe ihr euch verseht, seid ihr im Level gestiegen (was auch wieder begehrte “Bux” bringt) und kommandiert etliche Flieger zu verschiedensten Zielen. Hier ist auch immer wieder Logistik und Wirtschaftlichkeit gefragt. Denn nicht selten kommt es vor, dass ihr mehrere Ziele ansteuern müsst. Ein Passagierflugzeug, das vier Personen befördern kann, aber nur eine um die Ecke fliegt, bringt nicht nur wenig Kohle, sondern könnte sogar mehr Geld kosten als es tatsächlich einnimmt. Sind ein Mal zu wenig lukrative Jobs vorhanden, legt ihr euer iDevice einfach beiseite und schaut beim nächsten Mal wieder rein.

 

Eckige Augen

pocket_planes_review_screenshot_02Das Spiel präsentiert sich in einer herrlichen Pixel-Optik, die unheimlich viel Charme versprüht und euch permanent an die goldenen Zeiten längst vergangener Zockertage mit „Theme-Park“, „Bundesliga Manager“ und zahlreichen Abenteuern des “LucasArts”-Imperiums erinnert. Untermalt wird die quietsche-bunte Optik mit zuckersüßen Sounds. Die Propeller rotieren summend durch den sich der aktuellen Tageszeit anpassenden Himmel, Boardinggeräusche und das turbulente Treiben auf den Flughäfen verschaffen ein unheimlich dichtes Maß an Atmosphäre für so ein kleines Taschenspielchen. Wer will, kann auch die Tweets seiner Passagiere checken. Hier kommen allerhand lustige Postings zustande, die ihr übrigens ins echte Twitter retweeten könnt. Lustige Idee, wie wir finden.  Generell steckt auch immer ein wenig Detail in euren Aufträgen. Da muss mal ein wichtiger Wissenschaftler nach Wien geflogen werden und hier müssen Comic-Bücher nach Berlin, während es in Amsterdam an Klopapier mangelt.

 

FAZIT

pocket_planes_screenshot_01Anfangs waren wir relativ skeptisch ob der Spielmechanik über die iCloud. Ein Spiel, das ständig Beschäftigung braucht, einen in wichtigen Meetings und sogar nachts während des Schlafens nervt? Und wenn es zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, verfettet, hässlich und gemein wird? Falsch gedacht! Ihr könnt eure virtuellen Pixel-Planes je nach Belieben anpassen. Wer gerne per Push-Benachrichtigung alles über seine Taschenflieger wissen will, kann dies einstellen. Das Spiel passt sich vollkommen eurem Verhalten an.  Die tolle Präsentation des Spiels, die intuitive Mechanik und der wirtschaftliche Simulationscharakter machen zusammen mit dem kostenlosen Angebot “Pocket Planes” zu einem wahren Must-Have eines jeden iDevices und Smartphones.

 

Unsere Empfehlung: Abheben und zwar jetzt!

 

 

 

 



Bill Morisson
23. Juni 2012 um 14:12 Uhr

Schade, dass es das Spiel anscheinend bislang noch nicht für Android gibt, sonst würde ich es gleich mal anspielen. Alleine schon die Retro-Grafik sieht klasse aus :)


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