STORY
Lange bevor unser Hauptprotagonist auch nur im entferntesten an die ganzen Übeltäter, Freunde und Frauen der PS3-Reihe dachte, schlug er sich mit ganz anderen Gefahren rum. Seine zeitlich erste Geschichte verschlägt uns nach Südamerika wo es gilt das Massaker an spanischen Soldaten zu erforschen, die, wie ihr euch sicher denken könnt, aus einem ganz bestimmten Grund ermordet wurden. Zur Seite stehen euch dieses Mal, neben dem altbekannten und von Fans Geliebten Victor Sullivan (Sully), zwei gänzlich neue Charaktere von denen einer jedoch direkt zu Beginn des Spiels als Bösewicht offenbart wird. Jason Dante’s alleiniges Ziel ist die Entdeckung des namensgebenden Goldenen Abgrunds. Um dies zu erreichen, hintergeht er auch eure zukünftige Partnerin Marisa Chase, deren Ziel das Auffinden Ihres verschollen Großvaters ist. Wie das Leben eines Abenteurers nun so spielt, versucht ihr mit allen Mitteln Dante daran zu hindern den “Schatz” vor euch zu finden und Chase mit Ihrem Großvater zu vereinen. Der Detailgrad der Charaktere steht den PS3 Varianten in nichts nach, Gestik wie Mimik überzeugt auf ganzer Linie. Meiner Meinung nach ist die Story leider nur zweitrangig, wobei sie für den Einstieg ins mobile Vergnügen durchaus zufriedenstellend ist. An ein Among Thieves (mein persönlicher Favorit) kommt es aber nicht heran. Wobei wir beim nächsten Punkt wären: Während die PS3-Varianten alle mindestens durch die Protagonisten verbunden sind, bekommt man Chase und Dante leider nicht mehr zu Gesicht. Man braucht sich also keine Sorgen zu machen etwas Elementares zu verpassen.
GAMEPLAY
Während Ihr auf der Heimkonsole von Teil zu Teil immer mehr in eine wahre Actionorgie gezogen werdet, besinnt sich der Vita-Ableger auf das was Uncharted in den Augen vieler ausmacht: Ein Abenteuer Spiel, das den perfekten Ausgleich zwischen Baller- , Stealth- und Kletterelementen schafft. Das erste Kapitel des Spiels lässt euch genau dies eindrucksvoll erleben. Ihr meistert einen Uncharted-typischen Kletterabschnitt auf den ein ausgeklügelter Stealthpart folgt und das ganze wird abgerundet mit einer zünftigen Ballerei. Wer jetzt denkt “kenn ich schon von der PS3″ hat vermutlich Recht, aber das ganze auf einem 5 Zoll großen Display zu erleben und das ohne Nachteil in Steuerung und Spielablauf, ist einfach beeindruckend. Durch die beiden Analogsticks der PlayStation Vita habt ihr wie bei dem großen Bruder die Möglichkeit parallel zum Bewegen des Hauptcharas die Kamera zu steuern. Allein das bringt ein Spielgefühl empor, welches in dieser Form auf einem Mobile Device noch nie da war. Wäre das nicht schon genug, könnt ihr das Spiel fast komplett mit den beiden Touchscreens der PlayStation Vita steuern. Seht ihr zum Beispiel einen Vorsprung berührt Ihr diesen mit dem Finger woraufhin Nathan direkt selbigen besteigt. Des weiteren wird er zur Lösung mehrerer Rätsel verwendet, vom Anordnen verschiedener Puzzleteile bis zum Abpausen von Steingebilden ist für die Prämiere dieses Feature reichlich gegeben. Der hintere Touchscreen wiederum kann zum Zoomen bei Scharfschützengewehren oder zum rauf und runter Klettern an Seilen benutzt werden. Einzig die Kamera findet nur ein Mal Verwendung. Um ein Pergament zu erleuchten, müsst ihr auch euren momentane Standort mit einbinden, mehr verraten wir an dieser Stelle aber nicht.
PRÄSENTATION
Das Spiel sieht einfach fantastisch aus. Wer die Uncharted-typischen Dschungelelemente mochte, wird den Vita-Ableger lieben. Da der Hauptteil des Games in diesen Umgebungen spielt, werdet ihr viele wunderschöne Areale besuchen die euch des Öfteren zum Staunen bringen. Sei es der Blick auf einen mächtigen Wasserfall , die weiten des Dschungels wenige Zentimeter vor einem gewaltigen Abgrund, das innere einer riesigen Tropfsteinhöhle, die sich in einem See spiegelt, all das könnte direkt auf dem Screen eines Flachbildschirms laufen und man würde keinen Unterschied zu den großen Brüdern vermuten. Einzig die Darstellung von Feuer scheint den Handheld an seine Grenzen zu bringen. Was bei Uncharted 3 in dem verbrennenden Château grafisch seines gleichen sucht, verkommt bei Golden Abyss zu einem Gelb/Orange/Roten Pixelgewitter. Nichtsdestotrotz fällt dies nicht so schwer ins Gewicht, da es Stilistisch die vorhandenen Szenarien aufwertet. Nun zum eigentlichen Negativpunkt in Sachen Präsentation, dem Sound. Wir alle sind ein Bombastfeuerwerk in digitalem 5.1 Sound gewohnt, das deutlich erkennen lässt wo einem der nächste Bösewicht die nächste Kanonenkugel um die Ohren schießt und genau das fehlt auf ganzer Linie. Klar kann man das von zwei Stereolautsprechern im Miniformat nicht erwarten aber ein Fünkchen mehr hätte dem Gesamtbild nicht geschadet. Meine Empfehlung, spielt mit Kopfhörern alles andere wird diesem Meilenstein nicht gerecht.
EXTRAS & UMFANG
Vom Umfang her haben die Bend Studios alles richtig gemacht. Trotz des fehlenden Multiplayers hat man allerhand zu tun, was durch die auf der Vita ebenfalls vorhandenen Trophäen noch bereichert wird. Vom Einsammeln der bekannten Reliquien bis hin zu den üblichen Durchgängen auf allen Schwierigkeitsgraden gibt es hier nichts was man missen könnte, selbst die Waffenaufgaben wie “200 Kills mit der GAU” wollen bewältigt werden. Im Gegenteil! Diesmal gilt es auch allerlei Geheimnisse aufzudecken, die wiederum durch das finden von Rätseln absolviert werden. Die größte Neuerung aber sind die Prämien. Wer Uncharted kennt, weiß, dass das Erspielen aller Trophäen eigentlich problemlos durchzuführen ist. Golden Abyss macht dem Trophyjäger hier aber einen Strich durch die Rechnung. Die oben genannten Prämien haben keinen festen Platz den es zu entdecken gibt, sie sind vielmehr (wie der Name schon sagt) ein Erfolg den man erhält wenn man Gegner niederstreckt. Welcher Gegner welche Prämie hält variiert ständig. Einzig die Aufenthaltsorte der fünf Prämiensets können in dem Kapitelmenü gesichtet werden. Wem dies zu blöde ist, der hat noch die Möglichkeit die Prämien über das near Feature der PS Vita mit anderen Abenteurern auszutauschen. Uncharted typisch seid ihr mit der Story in gut 7 Stunden durch wobei ihr für die Komplettierung aller Trophäen noch gut 15 Stunden dazurechnen könnt.
FAZIT
Um Kyanus Fazit aus dem Uncharted 3-Review nochmal aufzugreifen: “Wie kann man ein verdammt gutes Spiel noch ein Mal toppen ?”, man bringt es auf einen technisch immens starken Handheld schenkt ihm etliche Neuerungen abgestimmt auf die Fähigkeiten des Devices und paart dies mit den bekannten Elementen, die eine würdige Fortsetzung ausmachen. Annähernd perfekte Grafik, guter Sound und eine noch nie da gewesene Präsentation für Unterwegs. Wer einmal in den Goldenen Abgrund klettert möchte so schnell nicht wieder heraus. Was bleibt mir weiteres zu sagen als: Danke, Naughty Dog, für diesen Meilenstein der mich auch fern von der Heimat unser aller liebstes Hobby ohne wenn und aber durchleben lässt.









Gutes Review, nur die Wertung ist für mich einen Ticken zu hoch. Aber gut ist es natürlich