battlefield
Battlefield 3
Nach langem Warten und unendlich vielen Trailern zu DICE neuestem Shooter, Battlefield 3, spielen wir endlich die Retail-Version. Mit dem neuesten Ableger verspricht DICE nicht nur einen neuen Schauplatz, sondern auch mit der hauseigenen FrostBite 2 - Engine einen gehörigen Grafikschub. Ob auch die Kampagne eine gute Figur macht, oder ob ihr gleich ins Online-Gefecht stürzen solltet, erfahrt ihr natürlich bei uns. Battlefield 3

STORY
Wie für moderne Shooter üblich, startet ihr mitten im Gefecht. Im Falle von Battlefiled 3 heißt das, dass ihr euch auf dem Dach einer U-Bahn wiederfindet. Schnell wird klar, dass der Zug von Terroristen gekapert wurde und ihr ihn unbedingt sichern müsst. Nebenbei wird euch die Steuerung erklärt. Als die Sequenz ihren Höhepunkt erreicht, findet ihr euch in einem verrauchten Verhörraum wieder und müsst unbequeme Fragen beantworten. Ihr übernehmt die Rolle des Sergeant Blackburn. Von nun an wird der Verlauf der Geschichte aus dieser Perspektive geschildert. Im Grunde genommen geht es darum, dass ihr den Anführer der ‚PLR‘, Faruk Al-Bashir, sucht um ihn zur Strecke zu bringen. Immer wenn ein Kapitel erzählt wurde, springt ihr zurück zum Verhörraum und geht den nächsten Punkt mit euren Anklägern durch. Das eröffnet immer wieder neue Schauplätze und vor allem neue Situationen.

Viele gestandene Battlefield-Veteranen werden vielleicht die Singleplayer-Kampagne erst ein Mal links liegen lassen und sich sogleich ins Online-Getümmel stürzen. Und in Anbetracht der mageren Story, die uns geboten wird, würden wir das auch sofort unterschreiben. Aber in Sachen Inszenierung holt DICE dann doch die fetten Geschütze raus. Alleine das Gameplay, das von einem Flugzeugträger startet – ihr ahnt sicherlich worauf wir hinauswollen – solltet ihr in jedem Falle ein Mal gespielt. Es erinnert zwar ein wenig an das gute alte Railgun-Gameplay, aber in Sachen Ingame-Inszenierung blieb uns schier die Spucke weg. Da kann sich jede Jet-Simulation eine Scheibe abschneiden. Generell gilt, dass die Inszenierung sehr gelungen ist. Auch in den Abschnitten, die ihr zu Fuß erledigt, feuert DICE in Verbindung mit der neuen Engine alles ab, was an Atmosphäre geht. Besonders die Nachteinsätze haben uns sehr gefallen und inmitten der ganzen Kriegsaction vergisst man manchmal, dass man sich eigentlich auf seinem gemütlichen Sofa befindet und nicht in einer halb zerstörten, staubigen Stadt im Nahen Osten. Wenn es aber um die reine Story geht, so verschenkte man bei DICE einiges an Potential. Die Sequenzen wirken mit ihren tollen Animationen eigentlich wirklich gut, doch was an Hintergrundinformationen rüber kommt, ist zu wenig um als Geschichte durchzugehen.

 

 

GAMEPLAY
Auf die Steuerung werden wir in diesem Abschnitt nicht weiter eingehen. DICE hält sich an den Shooter-Standard und schafft das mit Bravur. Wer sich die Steuerung ein wenig individualisieren will, kann dies natürlich über die Einstellungsmenus machen. Wie schon beschrieben spielt ihr gerne mal aus einer anderen Perspektive als der des Fußsoldaten. Das bringt Abwechslung und vor allem machen die Abschnitte wirklich Spaß. Teilweise sind die Abschnitte auch stark gescriptet und generell gilt, dass ihr in der Kampagne nicht ansatzweise die gleiche Freiheit in eurer Vorgehensweise genießt wie im Multiplayer. Im Gegenteil, die Areale wirken teils schlauchartig und immer wird euch die Richtung vorgegeben. Wer ein Mal ein wenig abseits des Geschehens entlangläuft, wird prompt bestraft. Ein Timer läuft runter und zwingt euch sofort wieder zurück zu kehren. Wer dieser Aufforderung nicht schnell genug nachkommt, stirbt.

Doch oft ist der Weg nicht ganz eindeutig und man ist geneigt einen eigenen Weg zu finden. Sperrfeuer kann die Folge sein und wieder erlebt ihr einen virtuellen Tod mehr. Zudem möchten gestandene Battlefield-Zocker sicher gerne die Umgebung etwas umgestaltet. Doch in Battlefield 3 ist dies nicht mehr so uneingeschränkt möglich wie in den Vorgängern. Generell bleibt ihr auch nicht lange an einem Ort. Das Gameplay der Kampagne ist hektischer, unübersichtlicher und noch actiongeladener. Im Eifer des Gefechts kann man da schon mal den Überblick verlieren. Die teils schlechten Rücksetzpunkte können dann auch für Frust sorgen.

Die künstliche Intelligenz der Gegner hält natürlich auch nicht mit echten Online-Gegnern mit, aber dass sie teilweise so starke Aussetzer hat, nervt schon an einigen Stellen. Da kann es schon Mal passieren, dass euch ein gegnerischer Soldat durch eine glasklare Scheibe nicht sieht und ihr ihn munter ausknipsen könnt.

 

 

PRÄSENTATION
Wo viel Licht ist, fällt auch Schatten, möchte man im Falle von Battlefield 3 sagen. Die FrostBite 2 – Engine macht auf den ersten Blick einen prima Eindruck. Die neuen Animationen, das tolle Licht, die Shader-Effekte und die Zerstörbare Umgebung sehen fabelhaft aus. Einzig bei den Schatten an einigen Stellen und der Details gibt es Grund zum Meckern. Die Ingame-Inszenierung sucht aber Ihresgleichen. Was hier an Atmosphäre aufkommt, ist wirklich bemerkenswert. Auch in Sachen Sound macht dem schwedischen Team so schnell keiner was vor. Absolute Referenz in Sachen Audio. Es Kracht an allen Ecken und Enden, der Funk kommt super rüber und die Dialoge sind immer gut verständlich. Selbst kleinste Geräusche kann man wahrnehmen. Aber wer das noch nicht von DICE wusste, der hat entweder nicht mit Videospielen am Hut, oder lebt unter einem Stein. Schade, dass die deutsche Synchronisation eher schlecht umgesetzt wurde. Dass sie nicht lippensynchron ist, bildet nur das I-Tüpfelchen. Die Charaktere im Verhörraum wirken eigentlich sehr gut animiert und da wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen.

Leider mussten wir auch mit einem Releasepatch leben. Die Installation bringt euer Spiel auf die Version 1.01 und trotzdem hatten wir sogar einen Freeze während des Spielens. Das geht heutzutage gar nicht mehr und erst recht nicht nach einem Releasepatch. Ansonsten läuft das Spiel aber flüssig. Natürlich darf man keine 60 Bilder pro Sekunde erwarten, aber die Framerate bleibt durchweg stabil. Tearing ist uns so gut wie gar nicht aufgefallen.

 

 

MULTIPLAYER
An dieser Stelleverweisen wir auf einen späteren Zeitpunkt. Wir sind der Meinung, dass dieser Part das eigentliche Herzstück des Spiels darstellt und deswegen wollen wir uns und euch so viel Zeit wie möglich einräumen um diesen Modus zu testen. Wir versprechen euch aber, dass der Nachtest wirklich jedes Detail beleuchtet.

 

 

FAZIT
Eine uninspirierte Story, wenig taktische Freiheit und Freezes an einigen Stellen sprechen nicht gerade für die Single-Player Kampagne von Battlefield 3. Der ein oder andere ist da vielleicht gewillt gleich auf den Multiplayer zurückzugreifen, aber es gibt durchaus Potential in der Kampagne. So hat sich DICE wirklich sehr ins Zeug gelegt in Sachen Inszenierung. Die Atmosphäre kommt stets genial rüber und ihr seid immer mitten im hektischen Kriegsgeschehen. Auch in Sachen Optik macht der Shooter einiges her, gepaart mit einigen epischen Momenten, sollte man sich die Kampagne doch mal zu Gemüte führen. Zwar steigt diese nicht auf den Olymp der Shooter-Kampagnen, aber Spaß kann sie bedingt durch ihre Abwechslung und die einen oder anderen genialen Momente durchaus machen.
In den kommenden Tagen werden wir euch einen ausführlichen Test zum Multiplayer nachreichen können. Wir sind uns sicher, dass Battlefield 3 dort erst so richtig zeigt was es kann.

 

 

 


Bewertungen

Story
7/10
Gameplay
8/10
Präsentation
9/10
MP & Umfang
/10
Fazit
8.5/10
Battlefield 3
User-Bewertungen
12345678910 0,00/10
Bisher keine Bewertungen
Loading ... Loading ...



Bisher keine Kommentare

Schreib einen Kommentar

Du musst eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben.