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The Good Doctor – Tödliche Behandlung
Orlando Bloom, bekannt durch "Fluch der Karibik" oder "Troja", stellt sich in "The Good Doctor" einer neuen Aufgabe. Als junger aufstrebender Arzt macht er in diesem Film die Wandlung vom schüchternden Mann zu einem psychopathischen Mörder durch. Kann Bloom, der selbst auch an der Produktion hinter der Kamera maßgeblich beteiligt war, in dieser Rolle überzeugen? Wir haben uns die Blu-ray kurz vor dem offiziellen Release am 27. Juli 2012 genauer angesehen. The Good Doctor – Tödliche Behandlung

STORY

The Good Doctor, Bluplay, Review, BesprechungDer frisch von der Uni kommende Dr. Martin Blake (Orlando Bloom) hat Probleme. Der aufopferungsvolle Mediziner sucht verzweifelt nach seinem eigenen Selbstwertgefühl. Bei seinen Kollegen wird er aufgrund seiner ruhigen und zurückhaltenden Art gemieden. Besonders die Krankenschwester Theresa (Taraji P. Henson) macht ihm zu Beginn das Leben schwer und bringt ihm nicht den Respekt entgegen, den er von einer Krankenschwester erwarten würde. Erst als die junge Diane Nixon (Riley Keough) mit einer Niereninfektion in das Krankenhaus eingeliefert wird, erfährt er Zuneigung und Respekt für seine Arbeit. Martin fühlt sich zu Diane hingezogen, doch die Zuneigung entwickelt sich schnell zu einer Obsession.
Es kommt der Zeitpunkt an dem es Diane wieder besser geht und das Krankenhaus verlassen kann. Doch Martin möchte dies nicht zulassen und greift zu drastischen Mitteln, indem er all seine ethischen Vorsätze als Arzt über Bord wirft.
The Good Doctor, Review, Bluplay, BesprechungSein Plan scheint zunächst aufzugehen, bis er plötzlich die Macht über Leben und Tod verliert und sein Leben völlig außer Kontrolle gerät.
The Good Doctor ist ein sehr ruhiger Film, der erst sehr spät an Fahrt gewinnt. In der ersten halben Stunde überwiegt der Eindruck, dass es sich bei diesem Film um eine Liebesgeschichte handelt. Erst als Dr. Martin Blake die Kontrolle über seine Handlungen verliert und immer mehr seiner Obsession verfällt, entwickelt sich The Good Doctor zu einem Psychogramm über die Minderwertigkeitskomplexe eines jungen Arztes.

 

BILD


Bluplay, The Good Doctor, Review, BesprechungDas stylistische Bildrauschen fügt sich zwar gut in die kühle und ruhige Atmosphäre des Films ein, die Details- und Konturenschärfe pendeln sich aber eher auf ein DVD-Niveau ein. Bei einigen Kameraschwenks sind außerdem deutliche Unschärfen zu erkennen gewesen, die besonders bei Nahaufnahmen und dem konstanten Bildrauschen negativ aufgefallen sind. Die Farben sind durch das Setting bedingt sehr kalt und wirken durchgehend natürlich. Der Gesamteindruck des Bildes der Blu-ray ist also eher passabel und hätte an vielen Stellen ein wenig mehr Feinschliff benötigt um in eine höhere Wertungsregion zu kommen.

 

SOUND

The Good Doctor, Bluplay, Review, BesprechungBei dem Ton dieser Blu-ray gibt es nichts zu beanstanden. Die Dialoge sind jederzeit verständlich und gehen trotz der vielen Umgebungsgeräusche, die schön über die Surround-Anlage kommen, nie unter. Bei dem Test der deutschen Ton-Spur, die vorbildlich in einer DTS HD-Master Audio Version auf der Disc vorhanden ist, kommen die Dialoge allerdings etwas frontlastiger aus euren Boxen als bei der O-Ton Spur. Hinzu kommt, dass einige Synchronstimmen ziemlich unmotiviert rüberkommen. Besonders tragisch ist es bei der Synchronstimme zu Diane, die in der deutschen Version viel zu jung wirkt. Bässe kommen zwar selten, dann aber gut akzentuiert vor.
Wer sich den Film mit der englischen Tonspur ansieht, kann sich also beruhigt zurücklehnen. Wer sich für die deutsche Tonspur entscheidet, wird auf viel Atmospähre verzichten müssen.

 

EXTRAS

Neben den deutschen und englischen Trailern des Film, gibt es noch eine Trailershow sowie ein nur neunminütiges Making Of.

 

FAZIT

The Good Doctor, Bluplay, Review, BesprechungOrlando Bloom überzeugt in der Rolle des psychisch labilen Arztes auf ganzer Linie. Leider fehlt es dem Drehbuch an Tiefe und richtigem Tempo, sodass der Film gerade zu Beginn doch eher langweilt. Der Spannungsbogen wird viel zu spät gespannt und enttäuscht besonders durch ein sehr abruptes und unbefriedigendes Ende, welches der ganz guten zweiten Häfte des Films einen bitteren Beigeschmack versetzt. Das Spiel mit der Macht und die Darstellung der Psyche eines von Selbstzweifeln geplagten Arztes, dessen Plan plötzlich schief läuft und eskaliert, werden zwar gut transportiert, aber durch einen vorhersehbaren Plot nicht spannend genug erzählt. Neben dem besagten abrupten Ende kommen dann noch Logiklücken, die dem Film leider nicht gut getan haben.
Wer Orlando Bloom mal in einer anderen Rolle sehen möchte kann einen Blick riskieren.

 

 


Bewertungen

Story
6/10
Bild
6/10
Sound
7/10
Extras
3/10
Fazit
6/10
The Good Doctor – Tödliche Behandlung
User-Bewertungen
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1 Bewertungen
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