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John Carter – Zwischen zwei Welten
„Die Prinzessin vom Mars“ ist eine Science Fiction Geschichte vom Autor Edgar Rice Burroughs, der unter anderem auch den Helden Tarzan erfunden hat. Die Geschichte wurde das erste mal 1912 veröffentlicht und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. Bereits 2009 gab es eine Verfilmung des Stoffes und nun hat es sich Disney zur Aufgabe gemacht die Geschichte zu verfilmen. Ob die Verfilmung die Erwartungen erfüllen kann, die in sie gesetzt wurden, könnt ihr hier in unserem Review nachlesen. John Carter – Zwischen zwei Welten

STORY

"JOHN CARTER"..John Carter (Taylor Kitsch)..©2011 Disney. JOHN CARTER? ERB, Inc.Die Handlung setzt mit der Nachricht des Todes von John Carter ein, einem Bürgerkriegsveteran der nach dem Krieg zu großem Wohlstand gekommen ist. Sein Neffe, Edgar Rice Burroughs, ist der Alleinerbe des gesamten Vermögens und reist dafür zur Beerdigung seines Onkels.
Dort angekommen wird er vom Anwalt Carters über alles aufgeklärt und bekommt das Tagebuch seines Onkels ausgehändigt, in dem er sich Antworten auf einige Fragen erhofft, denn sein Onkel war stets etwas verschroben.
Edgar beginnt zu lesen und nun beginnt die Handlung um den ehemaligen Offizier John Carter.

 

Abseits des Krieges möchte Carter sein Leben in Ruhe damit verbringen eine Höhle voll Gold zu finden und damit reich zu werden. Doch bleibt sein Vorhaben mehr oder weniger erfolglos, bis er sich eines Tages auf der Flucht vor Apachen in einer merkwürdigen Höhle versteckt, vor der die Ureinwohner Angst zu haben scheinen.
In dieser Höhle findet Carter das erhoffte Gold, aber auch noch etwas anderes. Plötzlich taucht eine merkwürdig gekleidete Gestalt in der Höhle auf, die Carter auch gleich angreift. Doch es gelingt Carter sich zu wehren und so tötet er den Angreifer, der gerade noch mit einem Medaillon in der Hand irgendetwas sagen will. Carter schnappt einen Brocken des Satzes auf, wiederholt ihn und plötzlich findet er sich in ungewohnter Umgebung wieder. Er hat die Höhle verlassen und befindet sich nun auf dem Mars, wo er wegen der geringeren Schwerkraft über enorme körperliche Kräfte verfügt.

 

"JOHN CARTER"..Tars Tarkas (Willem Dafoe, center), John Carter (Taylor Kitsch, right)..©2011 Disney. JOHN CARTERª ERB, Inc.Auf dem Mars gibt verschiedene intelligente Lebensformen, unter anderem die Marsmenschen, die in zwei großen Städten leben. Diese beiden Städte, Zadonga und Helium, befinden sich seit Ewigkeiten im Krieg miteinander. Gestärkt durch eine Art magische Waffe ist Zadonga auf dem Vormarsch gegen Helium, doch die Prinzessin von Helium gibt die Hoffnung nicht auf als sie John Carter hoch in den Himmel springen sieht. Und muss sich Carter der Tatsache stellen, dass Krieg herrscht. Jener Krieg, dem er auf der Erde entkommen wollte, der ihn alles gekostet hat, scheint ihn bis auf den Mars zu verfolgen und Carter muss sich entscheiden ob er zurück zu seiner Höhle voll Gold auf der Erde will oder ob er den Krieg auf dem Mars beenden will.

 

Die Geschichte von „John Carter – Zwischen zwei Welten“ entspricht der ursprünglichen Buchvorlage nur bedingt. Viele Aspekte aus dem Buch, welches immerhin eine Filmgrößen wie George Lucas zu Star Wars inspiriert hat, wurden einfach weggelassen, oder komplett verdreht.
Der Film nimmt sich zwar die Zeit alles mehr oder minder gut einzuführen und hetzt nicht durch die Handlung, allerdings bleiben viele Fragen offen und bestimmte wichtige Aspekte kommen dennoch viel zu kurz. Etwa die Liebesgeschichte zwischen John Carter und der Prinzessin von Helium ist dermaßen gehetzt, dass sie kaum glaubhaft ist.
Nichtsdestotrotz funktioniert die Geschichte, gerade wenn man es als klassische Science Fiction sieht. Die Unklarheiten mögen dem Ein oder Anderen zwar störend auffallen, aber im Großen und Ganzen ist die Geschichte schlüssig, wenn auch oft eher schwach.
Besonders herausstechend ist das Ende des Films, das noch einmal eine große Wendung mit sich bringt.

 

 

BILD

"JOHN CARTER"  In Burroughs books, massive airships sail on rays of light on Mars.Das Bild der Blu-ray liegt im Format 2.4:1 vor und weiß zu überzeugen. Wie nicht anders erwartet, liefert Disney mit „John Carter – Zwischen zwei Welten“ eine hervoragende Blu-ray, die die Herzen von High-Definition Fans höher schlagen lassen wird.
Gerade die Schärfe und der Kontrast sorgen für ein tolles Bild, das mit seinen teilweise sehr knalligen Farben wirklich ins Auge springt.
Um die Marsatmosphäre zu betonen wurde über den Film in den Szenen auf dem Mars ein leichter Rotfilter gelegt, der das Bild generell etwas rötlich erscheinen lässt. Das ist stimmungsvoll und tut der Qualität des Bildes keinen Abbruch.
Die Effekte des Films sind gut umgesetzt und werden auch durch die Blu-ray nicht entzaubert, sodass man sich schön in der Welt des Mars verlieren kann.

 

 

SOUND

"JOHN CARTER"..John Carter (Taylor Kitsch)..©2011 Disney. JOHN CARTER? ERB, Inc.Der deutsche DTS-HD 7.1 Sound sorgt für den richtigen Klang zur bestechenden Bildqualität. Die Soundkulisse ist stimmungsvoll und der Klang durchgehend gut. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass der Raumklang etwas mehr ausgenutzt worden wäre. Oft kommt es mir so vor, als ob lediglich die Front-Lautsprecher aktiv waren, was gerade bei Effekten während Dialogen etwas störend war. Ganz ohne Nachregeln kommt man bei der Blu-ray leider nicht aus.
Allerdings sind die Dialoge und Effekte an sich gut abgemischt und gut zu verstehen, nur eben ab und an etwas zu frontlastig.

 

 

EXTRAS

Andrew Stanton (director) and Taylor Kitsch (Carter) share a joke between set ups.  Greenford Park, Auriol Drive, GreenfordDie Blu-ray bietet einiges an Extras angefangen mit einer kurzen Dokumentation „Von Edgar Rice Burroughs Büchern zum Film“. Die Doku ist sehr interessant und verdeutlicht den Weg vom Buch, über die Comics bis jetzt zum Film.
Neben der Doku gibt es noch zusätzliche Szenen, die man sich ansehen kann, aber man muss es nicht. Die obligatorischen entfallenen Szenen sind ein nettes Gimmick, aber bieten leider recht wenig. Interessanter sind da schon die Pannen des Films, die immerhin einen gewissen Unterhaltungswert haben. Eines steht auf jedenfall fest, die Dreharbeiten müssen spaß gemacht haben.
Und abschließend sei noch das eigentliche Making Of erwähnt, in dem die Crew einen ganzen Drehtag lang begleitet wurde. Das Making-Of ist interessant, aber leider stellenweise etwas nichtssagend. Mit 34 Minuten an sich nicht zu lang, allerdings hätte man die Zeit besser nutzen können. Ein schönes Extra bleibt es dennoch.
Die Extras bieten dem, der Interesse daran hat einiges an zusätzlichen Informationen zum Film und zur Entstehung des Films und sind einen Blick auf jedenfall wert.

 

 

FAZIT

„John Carter – Zwischen zwei Welten“ ist ein Film, der wie kaum ein anderer polarisiert. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Mit einem miserablen Einspielergebnis an den Kinokassen hat der Film die Geschäftszahlen von Disney ordentlich nach unten gerissen.
Dennoch ist der Film einen Blick wert, zumindest dann, wenn man Fan des Genres ist und mit dieser gut inszenierten Science-Fiction-Fantasy Geschichte etwas anfangen kann.
Technisch überzeugt die Blu-ray auf allen Bereichen und bietet zudem noch interessante Extras. Filmisch dürfte die Blu-ray eher für Fantasyliebhaber interessant sein, die nicht auf der Suche nach dem nächsten großen Epos sind.
Für alle anderen gilt: Wenn ihr dem Genre nicht ganz abgeneigt seid, lohnt sich der Blick auf jedenfall ein Mal, schon allein wegen der guten technischen Umsetzung.

 

 

 

 


Bewertungen

Story
7.5/10
Bild
8/10
Sound
8/10
Extras
7/10
Fazit
7.5/10
John Carter – Zwischen zwei Welten
User-Bewertungen
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2 Bewertungen
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