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Ghost Rider: Spirit of Vengeance
Comicverfilmungen sind heutzutage beliebt wie nie und da wundert es kaum, dass auch Steve Johnsons Film „Ghost Rider“ aus dem Jahr 2007 eine Fortsetzung bekommen hat. „Ghost Rider: Spirit of Vengeance“ heißt der zweite Film, bei dem wieder einmal Nicholas Cage in die Rolle des Riders schlüpft. Nachdem der erste Teil eher mäßigen Erfolg feierte, erfahrt ihr hier bei uns im Review was ihr vom zweiten Teil zu erwarten habt. Ghost Rider: Spirit of Vengeance

Story

 

Die Geschichte von Ghost Rider: Spirit of Veneance dreht sich hauptsächlich um ein Kind. Dieses Kind, wie könnte es auch anders sein, unabdingbar wichtig für eine Prophezeiung, die direkt mit dem Teufel zu tun hat. Ein Orden von Mönchen hält den Jungen Danny bei sich versteckt, doch bei einem Angriff gelingt es Danny und seiner Mutter zu fliehen, die Mönche sterben alle.
Ein scheinbar außenstehender Mönch mit dem Namen Moreau ist der Überzeugung, dass der junge einzig und allein im Heiligtum sicher sei und dass der Rider ihn dorthin bringen müsse.
Jonny Blaze, der vor Jahren einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist, um das Leben seines Vaters zu retten, er ist der Rider. Er hat sich zurückgezogen, denn in Gegenwart des Bösen wird er zum Ghost Rider, einem gewissenlosen Monster, das sich von den Seelen böser Menschen ernährt.
Moreau sucht Jonny Blaze und bittet ihn darum den Jungen zu finden und ins Heiligtum zu bringen, im Gegenzug würde er seine Seele zurück erhalten und seinen Fluch loswerden.
Nach anfänglichen Bedenken willigt Blaze ein und macht sich als Rider auf die Suche nach dem Jungen und mischt sich dabei direkt in die Geschäfte des Teufels.

 

Die Story von Ghost Rider: Spirit of Vengeance ist platt, uninspiriert und vor allem vollkommen anders, als die vom ersten Teil. Was hier so schön als Fortsetzung angekündigt war, ist im Grunde eine komplett neue Interpretation des Riders. Die Charaktere sind platt und stellenweise derart überzeichnet, dass ihre Dialoge schon beinahe lächerlich wirken. Generell geht der Film mit seiner Erzählweise und den eingesetzten Stilmitteln in eine Trashrichtung, die für Comicverfilmungen heute absolut untypisch ist.
Kurze Zwischensequenzen in denen Jonny Blaze dem Zuschauer erklärt, wie er zum Rider wurde oder warum der Teufel auf der Erde wandelt sind stilistisch zwar ganz nett anzusehen, aber ingesamt wirkt der Film, auch gerade wegen der Geschichte und dem Cast, wie eine mittelmäßige Trashproduktion aus Osteuropa.

 

 

Bild

 

Das Bild liegt im gewohnten Format 2,4:1 vor und lässt im Gegensatz zur Story kaum Wünsche offen. Durchgehend hervorragende Schärfe und Kontrast sorgen über die gesamten 95 Minuten Laufzeit für bestes Heimkinofeeling.
Die Effekte des Films, welche deutlich besser produziert sind als noch im ersten Teil, kommen auf der Blu-ray toll zur Geltung und machen einfach Spaß. Die Farben wirken satt und auch sonst ist die Blu-ray Umsetzung bei diesem Film sehr überzeugend.

 

 

Sound

 

Der Ton der Blu-ray ist ebenfalls gut, aber leider fehlt es hier dann doch an einigen Punkten zur Bestnote. Insgesamt kommt die Disc zwar mit einem sehr satten Sound daher, allerdings sind die Effekte hierbei oft derart übersteuert, dass die Fernbedienung her muss. Dennoch sind die Effekte als regelrechtes Effektgewitter zu bezeichnen und tragen einen großen Teil zur Atmosphäre des Films bei. Bei der getesteten deutschen DTS-HD Tonspur wird der Raumklang gut genutzt und ist nicht zu Frontlastig. Insgesamt kann man bei der Sound-Umsetzung der Blu-ray nicht meckern.

 

 

Extras

 

Die Extras der Blu-ray sind an sich gar nicht schlecht, aber wohl doch eher etwas für Liebhaber des Films. Hier gibt es unter anderem ein Making Of, bei dem groß darauf eingegangen wird warum man einen Neustart machen musste und wie der Film generell entstanden ist. Viel Lobgesang auf den Film, wie gesagt etwas für Liebhaber. Dann gibt es noch einen Audiokommentar, Deleted und Extended Scenes, Interviews mit dem Cast und ein Blick hinter die Kulissen.
Der Umfang der Extras ist gut, aber dennoch gilt hier, wer den Film nur mäßig fand kann auf die Extras wirklich verzichten.

 

 

Fazit

 

Ghost Rider: Spirit of Vengeance ist ein trashiger Actionfilm, der nichts mit dem Vorgänger gemeinsam hat, außer dem Hauptdarsteller. Die Story ist im Grunde zu vernachlässigen, denn der Film besteht nur aus Action und Effekten. Wer den ersten Teil mochte und hier eine gute Fortsetzung erwartet, der sei gewarnt. Ghost Rider: Spirit of Vengeance ist ein Actionfilm par excellence, der nichts weiter zu bieten hat außer einigen spaßigen Effekten und hin und wieder einen lustigen Spruch. Comicfans und Fans des Vorgängers kommen hier nicht auf ihre Kosten.

 

 


Bewertungen

Story
5/10
Bild
8/10
Sound
7/10
Extras
7/10
Fazit
6.5/10
Ghost Rider: Spirit of Vengeance
User-Bewertungen
12345678910 6,00/10
2 Bewertungen
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